Wie findest du den richtigen Namen für dein Kind? Möglichkeiten gibt es unendlich viele, vom Lexikon für Vornamen bis hin zum Abspann von Kinofilmen.
Die Namenslisten führen seit Längerem die Klassiker an: Mia, Emma und Sophia stehen bei Mädchennamen ganz hoch im Kurs. Ben, Paul und Jonas lauten die Top-Namen für Jungs. Bei Trendnamen ist allerdings auch die Gefahr recht hoch, dass dein Kind später gleich mit mehreren Namenszwillingen die Schulbank drückt. Also lieber doch etwas Einmaliges?
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Klassisch vs. ausgefallen
Geh die Vornamen deiner (Ur-)Großelterngeneration durch, sie erweisen sich oft als gute Inspirationsquelle für traditionelle Namen, die (noch) nicht im Trend liegen. Bei ausgefallenen Namen gilt: Der Name sollte sich problemlos aussprechen lassen. Experimente bei der Schreibweise sind schwierig. Sonst muss dein Kind immer buchstabieren oder schämt sich sogar für seinen Namen. Darf dein Wunschname überhaupt vergeben werden? Ortsnamen sind in Deutschland beispielsweise verboten.
Passt er zum Familiennamen?
Faustregel: Zu einem Familiennamen mit vielen Silben passt ein kurzer Vorname. Und umgekehrt. Vorsicht bei Vokalen: Beginnt der Zuname mit „a“ oder „e“, sollte der Babyname nicht auf denselben Buchstaben enden. Auch sollten sich Vor- und Nachname nicht reimen oder die Initialen unglückliche Kombinationen ergeben – bei „WC“ oder „SS“ ist deinem Sprössling der Spott anderer sicher.
Geschrieben vs. gesprochen
Du hast bereits ein paar Namen in der engeren Wahl? Dann mach den Ruftest: Geht dir der Name leicht von der Zunge und hört er sich auch noch toll an, wenn du ihn die nächsten Jahre immer wieder laut über den Spielplatz brüllst?
Mit Vorurteilen behaftet
Bedenke bei der Namenswahl, was sie für dein Kind bedeutet. Studien belegen inzwischen, dass Vornamen sowohl positiven als auch negativen Einfluss auf das Leben nehmen können: So werden Marie, Lukas oder Maximilian von Lehrern und Vorgesetzten unbewusst als fleißiger und fähiger eingeschätzt als beispielsweise Kevin, Chantal oder Jacqueline. Gerade Namen die aus dem Englischen kommen, sind in Deutschland oft vorurteilsbehaftet.
Bloß nicht reinreden lassen
Dein Partner und du habt euren Traumnamen gefunden? Super! Dann behaltet ihn am besten für euch. Andere haben ihre ganz eigene Meinung dazu und werden sich nicht scheuen, diese schonungslos kundzutun. Wenn du dich nicht verunsichern lassen willst, warte, bis dein Baby da ist. Kaum jemand wird sich trauen, etwas gegen den von dir gewählten Vornamen zu sagen, wenn er ihm mitsamt dem zugehörigen neuen Erdenbürger präsentiert wird.
Funny Fact – in unserer globalisierten Welt denken manche werdenden Eltern sogar noch weiter: Kann man den Namen international aussprechen? Sicherlich ein guter Gedanke, wenn man auswandern möchte. Wir finden noch wichtiger ist: Verstehen ihn die Menschen bei Starbucks? Nicht, dass dein Kind später mal zu dem freundlichen Mitarbeiter hinter dem Kaffee-Tresen sagen muss „Der dessen Name nicht genannt werden darf“…